Endlich habe ich es geschafft den nächsten Teil der Geschichte fertig zu schreiben. Für die, die sich an die vorherigen Teile nicht mehr erinnern können, empfehle ich, sie nochmal zu lesen (hab sie hier nochmal verlinkt).
Starfire Chroniken I "Zu Spät"
Starfire Chroniken II "Erklärungen"
Starfire Chroniken III "Die Rechnung bitte"
Starfire Chroniken IV "Das macht dann 400.000ISK"
Starfire Chroniken V "Der Rest ist für sie"
Und hier nun Starfire Chroniken VI:
Nach einigen Augenblicken hatte er sich an die Bilder, die durch seinen Verstand schwirrten gewöhnt. Mit der Zeit gefiel es ihm sogar, man hatte irgendwie das Gefühl überall zu sein. Es dauerte ca. 20 Minuten bis er fand was oder besser, wen er suchte. Garat Ancono war gerade dabei den Club zu verlassen und es machte den Anschein, als hätte er 4 Leibwächter dabei. Was bei der Tatsache, dass er ein Agent der Sansha war, Jon nun auch nicht wirklich wunderte. Er stand auf und machte sich auf den Weg Richtung Ausgang. Allerdings stellte sich dies als schwieriger heraus als gedacht. Gerade hatte der DJ angefangen irgendein Lied zu spielen das wohl alle besonders toll fanden und natürlich gerade jetzt auf die Tanzfläche strömen mussten. Der Sänger faselte irgendwas von „Glaubst du an den Krieg?“ und „Glaubenskrieger sterben nie“. „Oh man die Jungs bei der Armarr -Propagandaabteilung könnten sich auch mal wieder was kreativeres einfallen lassen, immer dieser religiöse Scheiß“, der Gedanke huschte eher beiläufig durch seinen Kopf während er sich durch die tanzende Masse schob.
Als er den Club verlassen hatte war sein Ziel wie vom Erdboden verschwunden. „Na gut dann eben auf die harte Tour.“ Schnell blickte sich Jon um und suchte ein Computerterminal. Natürlich war keins zu finden. Er hastete den Gang entlang und sah sich immer wieder um, nichts. Etwas außer Atem blieb er schließlich stehen. „Ich Idiot“, mit ein paar kurzen Gedanken wies er die Beobachtungsdrohnen an nach einer Datenschnittstelle zu suchen.
Natürlich war auch eine innerhalb von 30 Sekunden aufgetrieben.
„War ja klar, ich hetz mich hier ab und die Dinger finden so ein Teil im Handumdrehen.“
Der Datenport war Teil eines Verteilerknotens zur Lichtregulierung im Korridor. Rasch war das Hacking Modul angebracht. „So wie war das noch mal, erst das hier und dann dies und dann Starten, oder?“ Als er den Knopf betätigte, sausten Zahlen- und Buchstabenkolonnen über das kleine Display. Es dauert einige Sekunden dann wandelte sich das rote Blinken der Kontrollleuchte in ein grünes Leuchten. „Ah geht doch. So Kinder euch muss ich jetzt mal abschalten.“ Er rief die Drohnen zurück und löste die mentale Verbindung. Scheppernd vielen die Drohnen auf den Metallboden. „Ja man hätte sie auch absetzen können. Komm, konzentrier dich, ist ja schließlich nicht das erste Mal, dass du so was machst“ Er verstaute seine kleinen fliegenden Helfer und stöpselte das Hacking Modul an seiner neuralen Schnittstelle an. Durch den Hackingprozessor war es recht einfach Zugang zu den Internen Sensoren zu bekommen. Die Verfolgung seines Ziels stellte sich als einfacher heraus, als er zuerst angenommen hatte. Einer der Leibwächter musste ziemlich viele Implantate haben, die elektromagnetische Signatur, die er ausstrahlte ließ sich sehr leicht verfolgen. Lange waren sie nicht unterwegs. Schnell noch die Zugangscodes zu Ancono‘s Wohneinheit runtergeladen. Jetzt lief alles wie geschmiert. Aber irgendwie aber auch zu einfach, fast schon als wollten die Armarr das er Garat aufspürte und tötete. Oder war es eine Falle? Ein Agent der Gallente der versucht einen Funktionär der Armarr zu töten. Die Schlagzeilen wären wohl enorm. Aber das musste jetzt erst mal hinten anstehen. Kurz bevor er das Modul wieder deaktivierte, lud er noch das Programm hoch das er von der Elektronik - Abteilung bekommen hatte. Es sollte, wenn es funktioniert, die Sensoren der Station die seinen Bereich abdeckten mit falschen Informationen füttern, damit kein Alarm aktiviert werden konnte, wenn es zu einem Feuergefecht kommen würde. Und das würde es mit Sicherheit. Im Lift überprüfte er noch mal seine Blaster, die Antimaterie - Ladungen machten den Eindruck als wären die Projektile aus Glas, gefüllt mit einer schwarzen Flüssigkeit die mit roten Schlieren durchzogen war. „Seltsame Geschosse“, dabei hatte er schon unzählige dieser Projektile in ebenso unzählige Schiffe geschossen. Die Türen des Fahrstuhls öffneten sich und Jon verstaute die Blaster wieder in ihre Holster. Nur noch den Gang entlang, dann links und nach ca. 25 Metern …
„Pass doch auf Navy!“
„’tschuldigung war gerade in Gedanken. Die letzte Mission war etwas anstrengend.“
„Interessiert mich nicht, mach das nächste mal einfach die Augen auf“, der Ton dieses Typen war mürrisch bis aggressiv. Jon machte ihm Platz und ließ ihn und seine beiden Kameraden vorbei. Nicht das der Gang nicht breit genug gewesen wäre, aber er wollte auch gerade keinen Ärger provozieren, nicht jetzt. Dass er mit ihm zusammen gestoßen war lag nur daran das er nach unten gesehen hatte, als er um die Ecke bog. Er sah ihnen noch kurz nach, und war der festen Überzeugung, dass er sie kannte. „Drei der Leibwächter“, schoss es ihm durch den Kopf. „Der Tag wird immer besser.“ Als er seinen Weg fortsetzte, bemerkte er noch einen weiteren Leibwächter vor der Tür von Arcono. Als Jon ungefähr auf seiner Höhe war griff er sich plötzlich an die Brust. „Argh! Was zur Hölle...“ er beugte sich leicht nach vorn um scheinbar eine entspanntere Haltung einzunehmen. Der Leibwächter schien verwundert und verärgert zu gleich. Er hatte definitiv keine Lust, dass irgendein dahergelaufener Imperialer Navypilot vor der Tür seines Bosses abkratzte.
„Hey Mann nicht hier, geh woanders hin. Los verschwinde.“ Er ging auf Jon zu und packte ihn an der Schulter. Jon hob den Kopf und grinste ihn an.
„Was grinst du so blöde?“ Die Antwort auf seine Frage war eine Ladung Antimaterie, die sich von unten nach oben schräg durch seine Gedärme fraß. Durch die Wucht des Schusses wurde er gegen die Wand geschleudert und als er auf den Boden knallte, war er tot. Schnell betätigte Jon ein paar Tasten auf dem Bedienfeld und gab den Zugangscode ein. Mit vorgehaltenen Waffen stürmte er in die Wohneinheit. Flur, Wohnbereich, nichts, nur ein paar leere Gläser, eine halbvolle Flasche Spiced Wine und leise Musik aus dem Schlafbereich.
„Ah, er hat Besuch.“ Als die Türe zum Schlafbereich zur Seite glitt, sah Jon etwas, das er nicht erwartet hatte. Aber die Überraschung war nicht nur in seinem Gesicht deutlich zu erkennen. Allerdings nur in zwei der Gesichter, die ihn anblickten. Die anderen beiden zeichneten sich eher durch ihre starke Behaarung und ihre lang gezogenen Schnauzen aus.
„Sind das…? Das sind doch nicht wirklich…?“ Jon wusste nicht recht was er sagen sollte.
„Oh man, ihr seid nicht ganz richtig in der Birne“ Herrschte Jon die beiden Kerle an, die da vor dem Bett knieten. Halt… zwei Kerle? Na ja in Relation zum Gesamtbild, war das nun wirklich nicht erwähnenswert. Jon machte einen Schritt in den Schlafraum und schloss die Türe wieder hinter sich.
„W…was, was wollen sie?“ Die Antwort waren vier Schüsse Antimaterie aus Jons Blastern. Einer pro Kopf, menschlich oder nicht. Problem eins war damit erledigt, nun zu Problem zwei. Das Computerterminal von Garat Ancono war schnell gefunden und ebenso schnell hatte Jon den Datentransfer in Gang gesetzt, welcher allerdings weniger schnell war. Restzeit 5 Minuten 23 Sekunden. Eine Ewigkeit. Jon ging unterdessen schnell vor die Tür, zerrte den erschossenen Leibwächter in die Wohneinheit und schleifte ihn mit ins Schlafzimmer. In der Mitte der Leichen platzierte er noch eine Granate mit Brandsatz. Gerade genug Sprengmittel um die Leichen zu verstümmeln und alles in Brand zusetzen. Aber zu wenig um die strukturelle Integrität der Sektion zu gefährden. Restzeit 4 Minuten 16 Sekunden. „Komm schon mach schneller.“, dachte Jon, als er einen Blick auf den Bildschirm warf. Er wandte sich wieder der Sprengladung zu und stellte den Timer auf 2 Minuten ein, genug Zeit um sich von der Ebene zu entfernen. Noch mal die Waffen und Munition überprüfen, volle Magazine laden. „Man kann ja nie wissen.“
„Datentransfer abgeschlossen“ ertönte die Stimme aus dem Computer. Er nahm den Holospeicher, aktivierte die Sprengladung und verließ die Wohneinheit.
Rechts von ihm sah er drei Gestalten gerade in den Gang kommen, die Leibwächter.
„Dreck. Nun weg hier.“ Jon setzte sich in Bewegung und rannte los. Irgendwas riefen sie ihm hinter her, doch das ging in dem Geräusch unter, das drei Laserwaffen erzeugen wenn man sie abfeuert….
„Das mit den Tieren hast du dir doch nur ausgedacht“, sagte die Rothaarige.
„Nein ich schwöre es euch die waren wirklich da.“
„Gut dann waren da halt zwei Viecher, aber warum sollten wir dir überhaupt etwas glauben?“ die Schwarzhaarige verleite ihrer Frage mehr Nachdruck, indem sie die Eisenstange mit der sie Jon eben niedergeschlagen hatte, noch mal drohend ein Stück höher hielt.
„Ja eben du könntest uns doch wer weiß was erzählen“, pflichtete die Rothaarige ihr bei.
Jon schaute kurz von einer zur anderen und sagte dann: „Weil ihr vergessen habt mir meine Blaster wegzunehmen, und wenn ich gewollt hätte, wärt ihr beide jetzt tot.“
Beide Frauen blickten erstaunt auf die Hände des vor ihnen am Boden liegenden, sie hatten sich so sehr auf die Erzählung konzentriert das sich nicht mitbekommen hatten wie Jon seine Waffen gezogen hatte.
„Bitte, tu uns nichts, bitte“, in den Lauf einer Waffe zu blicken, ließ die beiden Frauen sofort geistig einsinken.
„Keine Sorge, ich will euch nichts antun. Ich hab euch gekauft damit ihr frei seid, ich mag Sklaverei nicht.“ Mit diesen Worten steckte er seine Blaster wieder ein.
„A-Aber wo sollen wir hin?“
„Na kommt erstmal mit zu mir, da könnt ihr schlafen und was ordentliches Essen und dann werden wir schon was für euch finden, wenn ihr wollt.“
Montag, 19. Juli 2010
Der Rest ist für sie

Er rannte den Korridor entlang. Links und rechts von ihm zuckten die Entladungen der Laser an ihm vorbei. Hier links und an der nächsten Kreuzung rechts.
„So ein Mist, warum muss er auch ausgerechnet soweit vom Hangar wohnen?“
Einer der Laserstrahlen riss ihn aus seinen Gedanken. Er schlug nicht in die Wände der Station ein, sondern traf ihn am Kopf und verdampfte sein rechtes Ohr. Er rannte schneller. Seine Lunge brannte wie Feuer, seine Beine wurden schwer und die Wunde am Kopf schmerzte fürchterlich. Am Ende des Ganges nochmal links und dann nur noch bis zum Schott. Nur noch bis zum Schott.
„Los Jon beweg dich. Es sind nur noch drei und sie sind miese Schützen, renn einfach weiter.“
Gerade als er um die Ecke biegen wollte, streifte ihn ein Strahl am linken Oberschenkel. Er verlor das Gleichgewicht, schlug erst hart in der Korridorwand ein und anschließend krachte er auf den Boden. Jon stöhnte leicht und spielte kurz mit dem Gedanken einfach liegen zu bleiben.
„Los weiter, nur noch 3 Meter.“ Er kramte eine Proton - Granate aus einer seiner Taschen, machte sie scharf und warf sie in den Gang aus dem er gekommen war. Es fiel ihm sichtlich schwer sich wieder auf zu rappeln, doch mit Müh und Not schleppte er sich zum Sicherheitsschott. Die Detonation der Granate war ohrenbetäubend und die Druckwelle fühlte sich wie ein kräftiger Tritt in den Rücken an. Jon stolperte vorwärts, schaffte es aber noch den Schließmechanismus aus zu lösen, bevor er auf die Knie sank. Hinter ihm schloss sich das Schott mit lautem surren und die Verriegelung rastete deutlich hörbar ein. Wie in Trance, zog er einen seiner Blaster und feuerte auf die Kontrolltafel der Tür.
„Das sollte mir noch mehr Zeit verschaffen.“ Der Alarm blieb noch immer aus, was bedeutete, dass der Virus wie angekündigt arbeitete. Nachdem er einen kurzen Moment verschnauft hatte, zog er sich an der Wand des Korridors wieder auf die Beine.
„So, ab zum Turbolift und weg hier.“ Jon versuchte zwar zu laufen aber irgendwie wurde mehr ein torkeln daraus. Als er am Turbolift ankam konnte er schon nicht mehr sagen wo er Scherzen hatte und wo nicht.
„Hangar Deck, Rampe 15F“ Der Lift setzte sich mit einem sanften Ruck in Bewegung. Jon lehnte sich gegen die Wand der Kabine, zog eine Packung Zigaretten aus der Tasche und steckte sich einen der Glimmstängel an. Nachdem er einen tiefen Zug genommen hatte, legte er den Kopf in den Nacken und blies den Rauch in die Luft. Nach einigen Augenblicken fahrt, stoppte der Lift und die Türen öffneten sich wieder.
„Hangar Deck, Rampe 15F.“ Töne die weibliche Stimme aus dem Lautsprecher. Jon stieß sich von der Wand ab und schleppte sich Richtung Zerberus. Er wollte einen neuen Körper, eine Dusche, schlafen und eine Flasche Alkohol, die Reihenfolge war ihm recht egal. Als er sich dem Schiff nährte, fiel ihm auf, dass die Laderampe geöffnet war. Nach kurzem überlegen, erinnerte er sich auch warum.
„Ach ja, die beiden hab‘ ich ja ganz vergessen“, sagte er zu sich selbst. Als er sich der Rampe nährte, kam ihm auch schon der Händler entgegen, den er einige Stunden vorher in dem Club getroffen hatte.
„Ah Mr. Kapselpilot, Sir, da sind sie ja endlich. Ich musste ganz schön lange auf sie warten. Normalerweise lassen mich meine Kunden nicht warten. Das war ganz schön unhöflich von ihnen und wird sie noch mal einen Batzen ISK kosten Mr. Kap…“
Die Antimaterie Ladung ließ nie viel von organischem Gewebe über. Der Mann war tot noch bevor er den Schuss hörte.
„Der Rest ist für sie.“
Jon warf einen kurzen Blick in den Laderaum. Die beiden Frauen saßen in einer der hinteren Ecken und die Ketten an ihren Halsbändern waren an einer der Ösen für Frachtspanngurte befestigt. Wiederwillig und etwas lustlos schleifte er den Körper des toten Händlers in den Laderaum, er würde ihn später in Gulfonodi entsorgen, dort würde ein toter Sklavenhändler niemanden stören. Die Laderampe schloss sich und Jon ließ sich wie ein nasser Sack Getreide in die Kapsel fallen.
Wenige Minuten später wurde die Magnate vom Leitstrahl in den Weltraum gebracht und etwa 45 Minuten später ertönte wieder das altbekannte „Erlaubnis zum andocken wird erteilt“. Doch diesmal war es in Gulfonodi an der Republic Fleet Testing Facility. Direkt nach dem Andocken ging er in den Laderaum. Blöderweise sah er das, was ihn am Kopf traf nicht. Allerdings änderte das nichts an der Tatsache, dass sein Sichtfeld schwarz wurde und er das Bewusstsein verlor.
Mittwoch, 14. Juli 2010
Das macht dann 400.000 ISK
Tief in den Eingeweiden der Station befand sich die „Matrix Fabrik“, die Jon in diesem Moment betrat. Gedämpftes Licht und finster aussehende Gestalten drängten sich in sein Sichtfeld. Auf der länglichen Tanzfläche bewegten sich die Körper dutzender im Takt zu einer eigentümlich klingenden Musik. „…erst kommt dein Stolz dann kommt dein Land, Feinde sind Feinde, alle an die Wand…“, dröhnte es aus den Lautsprechern. Im Großen und Ganzen fiel Jon in seiner schwarzen, imperialen Uniform nicht weiter auf. Hinzu kam das sein Tarnfeldimplantat noch immer das Abbild von Neshios Hoba zeigte. Zuerst führte ihn sein Weg an die Bar. „Quafe, bitte“, der Barkeeper nickte und stellte ihm eine Dose hin. Jon griff die Dose und begab sich zu einem der wenigen noch freien Tische die etwas abseits der Tanzfläche standen. Erst jetzt bemerkte er die beiden Käfige die sich am Anfang und am Ende der Fläche befanden. In ihnen befanden sich jeweils ein Mann und eine Frau deren Darbietung eine Mischung aus Tanz und Liebesspiel zu sein schien. Jeder von ihnen trug ein Halsband das durch eine Kette an der Käfigdecke befestigt war. Eine Weile betrachtete Jon das Geschehen hinter den Gittern, bis ihn jemand aus seinen Gedanken riss.„Hey Mr. Kapselpilot, Sir. Ich habe hier was für sie, zwei hübsche Elite Sklaven. Beide frisch aus der Ausbildung, Sir.“ Der Mann hielt zwei Ketten in der Hand und am anderen Ende befanden sich zwei spärlich bekleidete Frauen. Wahrscheinlich waren es Brutor, sehr gut aussehende Brutor. Beide Frauen hatten den Blick zu Boden gesengt, die größere von beiden, sie hatte schwarze Haare, hob kurz den Kopf um Jon zu betrachten. Plötzlich schoss ein Elektroschock durch ihren Körper. Sie verkrampfte sich vor Schmerzen und fing an unkontrolliert zu zucken. Die Andere, sie war etwas kleiner und hatte rote Haare, war sichtlich verängstigt. Als sie das elektrische Knistern hörte, fing sie an zu zittern und es schien als würde eine Träne über ihre Wange laufen.
„Wenn du es kaputt machst, werde ich es nicht kaufen.“ Jon würdigte den Händler keines Blickes und schaute dem Treiben auf der Tanzfläche zu. Die Elektroschocks endeten und die Frau entspannte sich.
„Und Mr. Kapselpilot Sir, wollen sie beide oder nur die hier, Sir?“ Er Händler gab der rothaarigen Brutor einen kleinen Stoß, so dass sie ein paar Schritte nach vorne machen musste.
„Ich nehme beide, liefern sie die Sachen zum Hangardeck, Rampe 15F. Wenn ich wieder da bin erwarte ich das die Ware vollkommen unversehrt im Laderaum der Zerberus auf mich wartet, verstanden?“
„Aber sicher Mr. Kapselpilot, Sir. Das macht dann 400.000 ISK.“ Wortlos zog Jon ein Datenpad aus der Uniform und Tippe kurz darauf herum.
„Die ID - Nummer ist 120421-D-H-35362 bei Civil Services natürlich.“
„Kontrakt angelegt und nun verschwinde und bring was mit gehört, auf mein Schiff.“
„Aber sicher Mr. Kapselpilot, Sir.“
Mit einem schmierigen Grinsen verschwand der Händler mit den beiden Brutor Frauen. Nachdem Jon das Datenpad wieder in seiner Uniform verstaut hatte, zog er ein paar kleine, metallisch aussehende Objekte aus der Tasche und ließ sie unauffällig unter seinen Stuhl fallen. Durch das stark gedämpfte Licht und die laute Musik hatte niemand etwas bemerkt. Er fasste sich hinter sein rechtes Ohr und ertastete die kleine Erhebung. Nach einem kurzen Druck erwachten die fünf Objekte unter Jons Stuhl zum Leben. Für einen Moment lang verlor Jon sein Sehvermögen und ein fürchterlich stechender Schmerz durchzog seinen Kopf. Als alles wieder etwas klarer wurde, rasten Infodaten durch das Sichtfeld seines linken Auges. Es dauerte einen Moment bis er sich daran gewöhnt hatte die Datenmenge zu verarbeiten.
„Wow, das Ding kann was, wenn nur die verdammten Kopfschmerzen nicht wären.“
Er strengte sich an und konzentrierte sich darauf die Drohnen unter Kontrolle zu bringen. Eigentlich sollte es für ihn kein Problem sein, schließlich benutze er fast jeden Tag Drohnen. Das hier war anders. Normalerweise unterstützte der Schiffscomputer seine Kommandos über das Neuralinterface. Hier gab es keinen Schiffscomputer, nur das Implantat und sein Gehirn, das jetzt damit fertig werden musste. Schließlich fingen die Drohnen an sich zu bewegen. Sie schwirrten in verschiedene Richtungen aus und stiegen bis hoch an die Decke. Jede von ihnen begann den Raum zu scannen. Alle Drohnen waren auf der Suche nach dem Mann dessen Bild sich in Jons Gedanken manifestierte.
Das Bild von Garat Ancono.
Montag, 12. Juli 2010
Die Rechnung bitte
Er saß in der Magnate und flog durch Osoggur. Er hatte endlich ein Wurmloch gefunden das ihn sicher an den Hauptkampfhandlungen vorbei bringen würde. Das Schiff nahm Kurs auf die Koordinaten des Wurmlochs. Nach wenigen Sekunden zeichneten sich die Interferenzen auf den Scannern ab. Sie waren so stark das man sie auf den Monitoren mit bloßem Auge erkennen konnte. Nur wenige Minuten später verließ die Magnate das Wurmloch wieder doch diesmal war es kein von den Minmatar kontrollierter Raum. Diesmal war er in Tararan, Amarr-Gebiet. Er programmierte einen Kurs nach Ziona und beschleunigte. Er hatte noch 13 Sprünge Zeit alles nochmal durch zu gehen, also war nun erstmal Zeit sich ein wenig zu entspannen.„Hier spricht Patrouillenschiff Nemesis, an die Frigatte der Magnate Klasse, Identifizieren sie sich.“
Gerade hatte er das erste Sprungtor erreicht, dröhnte die Stimme aus dem Neo-Com.
„Hier spricht Neshios Hoba, Kommandant der Zerberus. Ich übermittle ihnen ID-Daten und Flugroute.“ …
„Danke Zerberus, ihre Daten sind in Ordnung, guten Flug und Gott segne das Imperium“
„Gott segne das Imperium.“
Es hatte Funktioniert. Er aktivierte den Sprungantrieb und flog durch das Gate. „Computer, Kurs setzen. Zielort: Ziona System. Initiiere Warp und aktiviere Autopilot “
Kurz nach dem er die Befehle an das Schiff gegeben hatte reagierte der Computer: „Warpantrieb aktiviert, Autopilot gestartet.“
Das Schiff schwenkte auf Kurs und beschleunigte. Der Flug nach Ziona verlief bis auf ein paar Kontrollen an den Sprungtoren ereignislos. Jon war sehr zufrieden, die umprogrammierten ID-Dateien funktionierten perfekt.
„Autopilot beendet, Zielpunkt erreicht.“
Ziona, hier also hielt sich sein Ziel auf. Jon steuerte seine Magnate zu den Amarr Civil Service Bureau Offices. Die Station befand sich am 8. Mond von Ziona 4 und wenn die Daten die er vom Federal Intelligence Office bekommen hatte, richtig waren, war diese Station mehr Discothek als Büro.
„Hier spricht die Zerberus, erbitte Erlaubnis zum andocken.“
„Zerberus hier Flugkontrolle, Erlaubnis zum andocken wird erteilt“
Der Leitstrahl der Station brachte die Zerberus in den Hangar. Als Jon Becket seine Kapsel verlies, hätte ihn keiner seiner Kammeraden erkannt. Das Tarnfeldimplantat arbeitete hervorragend. Zielstrebig begab er sich zu den unteren Ebenen, dort befanden sich die Bars und Clubs dessen Klientel zu einer eher, ausgefallenen Szene gehörte, den Goten. Eine Subkultur mit finsterer Musik und dunkel-erotischem Kleidungsstiel, durchsetzt mit cybernetischen Schmuck-Implantaten. Und genau dort hielt sich die Person auf, die Jon suchte, Garat Ancono. Ein Maulwurf im Geheimdienst der Gallente der in Wahrheit für die Sansha arbeitete und sämtliche Informationen über die Bad Moon Flotte, an die Sympathisanten der Nation geschickt hatte.
Eine Rechnung, die beglichen werden wollte.
Dienstag, 8. Juni 2010
Erklärungen?
Datum: Tag 1 Nach der Kriegserklärung
Ort: Gulfonodi 10, Mond 15, Republic Fleet Testing Facilities
Uhrzeit: 02:10
„Nimm du es.“ „Nein, ich geh damit nicht da rein. Er ist gerade am Essen.“
Die beiden Service-Mitarbeiter sahen sich recht hilflos und leicht verängstigt an.
„Ruf doch den Neuen, soll der da rein gehen.“ „Gute Idee“
Der Angestellte betätigte die Sprechtaste auf dem Intercom: „Oltrulf wir haben eine Aufgabe für dich, melde dich auf Deck 4 Sektion 7“ „Jawohl, verstanden.“
10 Minuten später…
Die Tür zu Becket’s Quartier öffnete sich. Mitarbeiter Oltrulf betrat die Räume. „Mister Becket, Sir, da kam gerade eine Nachricht. Die Federal Investigations Agency hat gerade der Allianz den Krieg erklärt.“ Nachdem der Service-Mitarbeiter den Satz ausgesprochen hatte, herrschte vollkommene Stille. Nach einer gefühlten Minute fiel das Besteck klappernd auf den Tisch. „Sehen sie, dass ich am Essen bin? Können sie das wahrnehmen?“ „Ja aber, ich dachte…“ „Werden sie bezahlt um zu denken?!“ „Aber Sir, ich…“ Weiter kam er nicht. Das Wolfram - Geschoss schlug mit lautem Knall in der Wand ein und Oltrulf flog fast ebenso schnell hinterher. „Ich hab ihnen schon 100mal gesagt, nicht beim Essen.“ Mit diesen Worten ging Jon zu seinem Terminal und tippte darauf herum. Vor ihm öffneten sich einige Fenster mit Nachrichten. „Computer, baue Verbindung zu Renyn IX - Moon 4 - Federal Intelligence Office Logistic Support auf. Starte Verschlüsselung Blau-Delta 700 JB. Etabliere Verbindung zu Terminal 5137-C.“
„Verbindung wird aufgebaut, bitte warten,“ ertönte die weibliche Stimme des Computersystems.
Nach einigen Minuten erschien ein Bild auf dem Terminal.
„Orviegnoure hier. Oh Jon, schön dich zu sehen.“
„Es ist ebenso schön dich zu sehen Apaset, nach dem Debakel in Maut.“
„Es tut mir sehr leid, Darling, hast du die Holodisk bekommen?“
„Ja vielen Dank, der Kurier kam heute an. Aber mal etwas anderes sagt, dir Gar Orga etwas?“
„Hm, das ist doch der CEO der Tribal Liberation Force oder?“
„Genau. Könntest du mit ihm bitte mal wegen Aktionen seiner Jungs von Federal Investigations Agency reden? Derzeit führen die Typen Krieg gegen die Allianz zu der Cronos Titan gehört. Laut ihrer Aussage, hat Gar sie damit beauftragt, weil sie durch dumme Umstände einen der TLF aus dem Pod geschält haben. Nicht nur das die Schiffe der Amarr und Caldari benutzen, bei denen sind sogar Bürger von denen beschäftigt.“
„Naja bei Cronos sind auch Caldari und Amarr beschäftigt.“
„ Ja, und du bekommst jeden Monat einen Bericht über sie.“
„Na gut Darling, ich schulde dir noch was wegen Maut. Ich werde ihn Fragen was seine Jungs da machen und ihm sagen das er dem CEO der Federal Investigations Agency sagen soll, das die Kampfhandlungen ein zu stellen sind. Gut?“
„Du bist ein Schatz Apaset, bis dann. Becket ende.“
Mit diesen Worten unterbrach er die Verbindung und der Bildschirm wurde schwarz.
„So nun ist es erst mal Zeit sich um einen gewissen Kerl vom Geheimdienst zu kümmern.“
Becket stand auf, nahm seine Cronos Titan Erkennungsmarken ab und legte sie in den Tresor. Dann verlies er sein Quartier in Richtung Schiffshanger.
Ort: Gulfonodi 10, Mond 15, Republic Fleet Testing Facilities
Uhrzeit: 02:10
„Nimm du es.“ „Nein, ich geh damit nicht da rein. Er ist gerade am Essen.“
Die beiden Service-Mitarbeiter sahen sich recht hilflos und leicht verängstigt an.
„Ruf doch den Neuen, soll der da rein gehen.“ „Gute Idee“
Der Angestellte betätigte die Sprechtaste auf dem Intercom: „Oltrulf wir haben eine Aufgabe für dich, melde dich auf Deck 4 Sektion 7“ „Jawohl, verstanden.“
10 Minuten später…
Die Tür zu Becket’s Quartier öffnete sich. Mitarbeiter Oltrulf betrat die Räume. „Mister Becket, Sir, da kam gerade eine Nachricht. Die Federal Investigations Agency hat gerade der Allianz den Krieg erklärt.“ Nachdem der Service-Mitarbeiter den Satz ausgesprochen hatte, herrschte vollkommene Stille. Nach einer gefühlten Minute fiel das Besteck klappernd auf den Tisch. „Sehen sie, dass ich am Essen bin? Können sie das wahrnehmen?“ „Ja aber, ich dachte…“ „Werden sie bezahlt um zu denken?!“ „Aber Sir, ich…“ Weiter kam er nicht. Das Wolfram - Geschoss schlug mit lautem Knall in der Wand ein und Oltrulf flog fast ebenso schnell hinterher. „Ich hab ihnen schon 100mal gesagt, nicht beim Essen.“ Mit diesen Worten ging Jon zu seinem Terminal und tippte darauf herum. Vor ihm öffneten sich einige Fenster mit Nachrichten. „Computer, baue Verbindung zu Renyn IX - Moon 4 - Federal Intelligence Office Logistic Support auf. Starte Verschlüsselung Blau-Delta 700 JB. Etabliere Verbindung zu Terminal 5137-C.“
„Verbindung wird aufgebaut, bitte warten,“ ertönte die weibliche Stimme des Computersystems.
Nach einigen Minuten erschien ein Bild auf dem Terminal.
„Orviegnoure hier. Oh Jon, schön dich zu sehen.“
„Es ist ebenso schön dich zu sehen Apaset, nach dem Debakel in Maut.“
„Es tut mir sehr leid, Darling, hast du die Holodisk bekommen?“
„Ja vielen Dank, der Kurier kam heute an. Aber mal etwas anderes sagt, dir Gar Orga etwas?“
„Hm, das ist doch der CEO der Tribal Liberation Force oder?“
„Genau. Könntest du mit ihm bitte mal wegen Aktionen seiner Jungs von Federal Investigations Agency reden? Derzeit führen die Typen Krieg gegen die Allianz zu der Cronos Titan gehört. Laut ihrer Aussage, hat Gar sie damit beauftragt, weil sie durch dumme Umstände einen der TLF aus dem Pod geschält haben. Nicht nur das die Schiffe der Amarr und Caldari benutzen, bei denen sind sogar Bürger von denen beschäftigt.“
„Naja bei Cronos sind auch Caldari und Amarr beschäftigt.“
„ Ja, und du bekommst jeden Monat einen Bericht über sie.“
„Na gut Darling, ich schulde dir noch was wegen Maut. Ich werde ihn Fragen was seine Jungs da machen und ihm sagen das er dem CEO der Federal Investigations Agency sagen soll, das die Kampfhandlungen ein zu stellen sind. Gut?“
„Du bist ein Schatz Apaset, bis dann. Becket ende.“
Mit diesen Worten unterbrach er die Verbindung und der Bildschirm wurde schwarz.
„So nun ist es erst mal Zeit sich um einen gewissen Kerl vom Geheimdienst zu kümmern.“
Becket stand auf, nahm seine Cronos Titan Erkennungsmarken ab und legte sie in den Tresor. Dann verlies er sein Quartier in Richtung Schiffshanger.
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